Heute ist gutes Wetter angesagt. Dies ist für diese Wanderung nötig, da der Weg für den Aufstieg naturbelassen und nur knapp markiert ist. Im Nebel bzw. in den Wolken wäre eine Orientierung nicht möglich. Wir starten daher früh in den Tag und der Wecker klingelt um 06:30.

Die Wanderung beginn hoch oben in den Bergen beim Cruce de la Zarcita auf 1'175 m im sogenannten Felsenzirkus Les Roques. Wir sind umgegeben von imposanten Überbleibsel von alten Vulkanschloten, die durch die Erosion freigelegt wurden.

   

Der erste Abschnitt der Wanderung geht ständig abwärts über die Degollada del Tanque und der Camino verläuft teilweise durch schönen Kiefernwald. Unten im Talgrund erreichen wir das kleine Bergdorf La Leja auf 547 m. Die Häuser sind fast alle nur zu Fuss auf Pflasterwegen zu erreichen. Oberhalb des Dorfes liegt ein idyllischer kleiner Stausee im Kiefernwald.

 Der Aufstieg über Las Tajoras nach El Bailadero ist recht anspruchsvoll und vor allem anstrengend. Manchmal ist ein Vorwärtskommen nur noch auf allen Vieren möglich und schmale Felsbänder müssen benutzt werden. Diesmal erwischt es das Knie von Renate nachdem sie auf einem Fels ausrutscht. Wir müssen einen rund 1/2 Stündigen Zwangshalt einlegen, da die Wildhüter wilde Schafe und Ziegen schiessen und den Pfad gesperrt haben.

   

 Von El Bailadere zurück nach Zarcita führt der Weg durch den Regenurwald. Die Wälder im Park sind ein Relikt der während des Tertiär auch in Europa und im Mittelmeerraum  häufigen subtropischen Lorbeerwälder. Während in Europa diese Pflanzen durch die Eiszeiten verschwanden, konnte sich diese Pflanzengesellschaft teilweise auf La Gomera, auf den übrigen Kanarischen Inseln, sowie auf Madeira und den Azoren halten. 

   

 Am Abend geniessen wir den Pool und verfolgen die Segelkünste der Gelbschnabel-Turmtaucher.